Methode
Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine erfahrungsorientierte Psychotherapiemethode, die zur Strömung der psychodynamischen Psychotherapien gehört. Sie versteht den Körper als Ort des gesamten psychischen Geschehens. In ihren therapeutischen Angeboten zu Wahrnehmung und Bewegung schafft sie einen konzentrativen Erfahrungsraum im Hier und Jetzt. In der Interaktion mit der/dem TherapeutIn oder mit GruppenteilnehmerInnen gestaltet der/die Einzelne seine/ihre Innenwelt. Das so Ausgedrückte ist symbolisierte Erfahrung. Die eigenen Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Beziehungsmuster werden erlebbar, alte Bewältigungs- und Lösungsstrategien werden bewusst. Sowohl Defizite als auch Ressourcen werden aktualisiert. Neue Erlebnis- und Handlungsmöglichkeiten können entwickelt und erprobt werden. Die Erlebnis- und Handlungsebene bildet die Grundlage des therapeutischen Geschehens in der KBT. Sprache macht das Erlebte bewusst, kommunizierbar und verfügbar. Die KBT verbindet ihre eigenständige Theorie einer Bewegungspsychotherapie mit den Erkenntnissen der Tiefenpsychologie, der kognitiven Psychologie, der Entwicklungspsychologie, der Säuglingsforschung, der Objektbeziehungstheorie und psychosomatischer Erklärungsmodelle.
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Historische Entwicklung
Die KBT bezieht sich im Wesentlichen auf drei Strömungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: die philosophische Tradition der Phänomenologie und des Existentialismus, die bewegungs- und wahrnehmungsorientierte Körperarbeit und tiefenpsychologische Theorien.In den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden die ‚Konzentrativen Entspannungsübungen’ durch die Gymnastiklehrerin Elsa Gindler in Berlin entwickelt. Der Münchner Arzt und Psychoanalytiker Dr. Helmuth Stolze erprobte die Methode später im universitär-klinischen Bereich und gab ihr 1958 den Namen Konzentrative Bewegungstherapie (KBT). Von da an war die KBT als psychotherapeutisches Verfahren auf Kongressen und in der psychotherapeutischen Praxis vertreten.
In Österreich wurde 1980 der Österreichische Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie (ÖAKBT) durch die Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Sylvia Cserny gegründet und die Methode theoretisch weiter fundiert. Im April 2001 erfolgt die Anerkennung als wissenschaftliches psychotherapeutisches Verfahren durch das Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen.
Europäische Vereinigungen & Links
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Österreichische Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie |
Fürstenbrunnstr. 4, 5020 Salzburg |
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Deutsche Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie |
Grüner Weg 4, 48291 Telgte |
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Schweizer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie |
Dorfstr. 33b, CH-8800 Thalwil |
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IAKB |
Italienischer Arbeitskreis für Konzentrative Bewegungstherapie |
Bahnhofplatz 6, I-39057 Eppan |
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Donau Universität Krems |
Dr. Karl-Dorrek-Straße 30, A-3500 Krems |
